Ärzte Zeitung, 06.05.2016

Brandenburg

BKK fordert Parität bei Beiträgen

EISENHÜTTENSTADT. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen wieder zu gleichen Teilen an der Finanzierung der Krankenversicherung mitwirken. Das fordert der Verwaltungsrat der Brandenburgischen BKK.

Kassen-Chefin Kathrin Wormann erklärte, ohne die paritätische Finanzierung würden die Versicherten in den kommenden Jahren den enorm steigenden Zusatzbetrag alleine zahlen müssen.

"Dieses Ungleichgewicht kann niemand zulassen. Das bestehende Finanzierungssystem ist unfair", sagte Wormann.

Diese Auffassung vertritt auch Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze (Die Linke). Die ungleiche Finanzierung könne nicht länger bestehen bleiben, forderte die Ministerin bei einem Besuch bei der Krankenkasse.

Es sei Zeit, die Arbeitgeber wieder zu gleichen Teilen an der Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge zu beteiligen. Golze hatte im Januar auch eine dahingehende Bundesratsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt.

Sie äußerte sich jedoch pessimistisch über die Chancen, dass das Vorhaben noch in der laufenden Legislaturperiode der Bundesregierung realisiert wird. (ami)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (18013)
Brandenburg (658)
Organisationen
BKK (2226)
Personen
Diana Golze (102)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Prostatakrebs bei jungen Männern immer früher entdeckt

Im Vergleich zu den 1990er Jahren wird heute das Prostatakarzinom bei Männern unter 50 Jahren bereits in früheren Stadien diagnostiziert. Darauf deuten Studienergebnisse hin. mehr »

Wie man trotz Plätzchen den Kilos trotzt

Ein Lebkuchen hier, ein Dominostein da und dann noch die fette Weihnachtsgans. Britische Forscher geben studiengeprüfte Tipps gegen den üblichen Gewichtszuwachs an den Feiertagen. mehr »

Pfunde weg, Diabetes weg

Starke Gewichtsreduktion ohne Adipositas-Chirurgie: Das britische „Counterweight-Plus“-Programm bietet Patienten eine Option, die auch in Hausarztpraxen funktioniert. mehr »