Ärzte Zeitung online, 11.11.2016

Bundestag

1,5 Milliarden Euro für Krankenkassen

1,5 Milliaden Euro für Krankenkassen

Milliardenzuschuss für die Kassen: Die Opposition glaubt an ein Wahlkampfgeschenk, um die Beiträge niedrig zu halten.

© babimu / fotolia.com

BERLIN. Der Bundestag hat den Krankenkassen eine einmalige Finanzspritze gewährt. Die Absicht: höhere Zusatzbeiträge im Wahljahr 2017 zu vermeiden. Die Summe von 1,5 Milliarden Euro, die das Parlament am Donnerstagabend bewilligte, stammt aus der Finanzreserve des Gesundheitsfonds.

Die Bundesregierung begründete die Zuwendung mit Mehrkosten durch die Versorgung von Flüchtlingen. Die Opposition sprach hingegen von einem "klassischen Wahlkampfgeschenk". (dpa)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17807)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[12.11.2016, 16:09:25]
Thomas Georg Schätzler 
Die gute alte Deutsche Presseagentur dpa...
hält mal wieder ihre Märchenstunde ab: Die 1,5 Milliarden Euro, die das Parlament am Donnerstagabend bewillig hatte, stammen aus der Finanzreserve des Gesundheitsfonds und sind damit Eigentum der beitragszahlenden Arbeitnehmer, Arbeitgeber bzw. Rentnerinnen und Rentner in Deutschland, unabhängig von ihrem Herkunftsland oder Migrationshintergrund!

Dass angeblich "der Bundestag den Krankenkassen eine einmalige Finanzspritze gewährt" haben soll, ist angesichts der tatsächlichen Beitrags- und Eigentums-Situation eine glatte Lüge und Etiketten-Schwindel obendrein.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »