Ärzte Zeitung online, 13.03.2017
 

Rheinland-Pfalz

1,6 Millionen Euro für die Selbsthilfe

MAINZ. Die Krankenkassen in Rheinland-Pfalz haben die Selbsthilfe im Jahr 2016 mit gut 1,6 Millionen Euro unterstützt. Das teilt die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland mit, die bei der Gemeinschaftsförderung federführend ist.

Den größten Batzen erhielten mit 851.774 Euro die vier Kontaktstellen, die als Anlaufpunkte für Selbsthilfegruppen und ihre Mitglieder dienen. 407.109 Euro gingen an 24 Landesorganisationen, darunter die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz (90.000 Euro), der Landesverband Aphasie Rheinland-Pfalz (52.000 Euro) und der Landesverband der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft (DMSG, 50.000 Euro). Darüber hinaus wurden 470 Selbsthilfegruppen mit insgesamt 304.509 Euro direkt gefördert.

Sondermittel in Höhe von 46.728 Euro gingen an die Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfeunterstützung in Rheinland-Pfalz (LAG KISS RLP) für die Aktualisierung der Broschüre "Erläuterungen in Leichter Sprache", in denen Selbsthilfegruppen unter anderem erklärt wird, wie sie sich für Fördermittel bewerben können.

"Die überwiegend ehrenamtliche Selbsthilfe ist eine wichtige und notwendige Ergänzung der professionellen Angebote im gesundheitlichen Versorgungsbereich. Allein in Rheinland-Pfalz engagieren sich tausende Menschen in Selbsthilfegruppen oder -organisationen", so Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland. (aze)

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