Ärzte Zeitung online, 15.03.2017

DAK-Studie

Deutschland schläft schlecht

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die schlecht ein- oder durchschlafen können, nimmt nach einer Untersuchung der DAK-Gesundheit zu. Seit 2010 sind danach die Schlafstörungen bei Berufstätigen zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent gestiegen.

Deutschland schläft schlecht

Oft unterschätzt: Gestörter Schlaf in der Nacht hat auch Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit am Tag.

© Dan Race / Fotolia

BERLIN. Unter besonders schweren Schlafstörungen leidet jeder zehnte Arbeitnehmer – ein Anstieg von 60 Prozent seit 2010. Das geht aus dem Gesundheitsreport 2017 "Deutschland schläft schlecht – ein unterschätztes Problem" hervor, den die gesetzliche Krankenkasse an diesem Mittwoch in Berlin vorstellt.

Schlafstörungen und deren Auswirkungen auf die Arbeit sind Schwerpunktthema der Krankenkasse für ihren diesjährigen Gesundheitsreport. Schlafstörungen können unterschiedliche Ursachen haben – von Umgebungslärm in der Nacht über Stress am Arbeitsplatz oder in der Familie bis hin zu einem generell falschen Umgang mit Schlaf. Seelische und körperliche Beeinträchtigungen können die Folge sein.

Für die Analyse zum Krankenstand wurden die Daten von 2,6 Millionen erwerbstätigen Versicherten durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet. Außerdem wurden rund 5200 erwerbstätige Frauen und Männer im Alter von 18 bis 65 Jahren durch das Forsa-Institut befragt. Die Ergebnisse wurden mit einer DAK-Untersuchung von 2010 verglichen. (dpa)

[15.03.2017, 17:42:04]
Henning Förster 
immer wieder toll
es ist immer wieder begeisternd zu sehen über welche wirtschaftlichen Ressourcen die Kassen offenbar verfügen.
Doch statt sie für die Versorgung ihrer Versicherten zu verwenden, werden sie für Studien verpulvert, die am Ende allgemein bekannte Dinge als wissenschaftliche Erkenntnis präsentieren. Statt sich im Glanze dieser Studie zu sonnen, sollten sich die Verantwortlichen der DAK in die Ecke stellen und schämen. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Viele Typ-1-Diabetiker erkranken erst im Alter über 30

Typ-1-Diabetes manifestiert sich offenbar öfter im mittleren Alter als bisher gedacht. Dafür spricht eine Analyse von Risikogenen bei britischen Patienten. mehr »