Ärzte Zeitung online, 07.04.2017

Bremen

Kassen und Kliniken liegen öfter im Clinch

BREMEN. Kassen und Kliniken in Bremen treffen sich immer häufiger vor Gericht. Die Zahl der Verfahren in diesem Bereich habe sich "mehr als verdreifacht." Das teilt das Bremer Sozialgericht mit. Es verzeichnete im vergangenen Jahr 4866 Verfahren und damit mehr als je zuvor, seit die Sozialgerichtsbarkeit 1954 eingeführt wurde.

Der Verfahrenszuwachs sei im Wesentlichen nicht auf die Zunahme von SGB II-Streitigkeiten (Grundsicherung für Arbeitssuchende) zurückzuführen, sondern auf Fälle auf dem Gebiet des Krankenversicherungsrechts. Dabei gehe es insbesondere um Verfahren zwischen Krankenhausträgern und Kassen über die Vergütung der stationären Behandlung. Ende 2016 waren beim Sozialgericht 5189 Verfahren anhängig. Das Gericht entscheidet vor allem über Klagen von Bürgern gegen Sozialleistungsträger, Krankenkassen oder Rentenversicherungsträger. (cben)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der Albtraum vom Nicht-Schlafen

Schlaflosigkeit lässt sich kaum nachweisen. Forscher zeigen: Schlaflose Nächte finden oft nur im Traum statt. Das macht sie nicht weniger belastend, ermöglicht aber neue Therapien. mehr »

Ärztenetze sollen Arztsitze erwerben können

Die Gesundheitsminister wollen Ärztenetze stärken. Keine Mehrheit auf ihrer Konferenz fand der Vorschlag, die Budgets in der vertragsärztlichen Versorgung abzuschaffen. mehr »

Das Kassenpolster wächst und wächst

Die Kassen der Krankenkassen füllen sich weiter: Im ersten Quartal 2018 steht ein Überschuss von über 400 Millionen Euro zu Buche. Zudem fällt das Jahresergebnis für 2017 viel besser aus als gedacht. mehr »