Ärzte Zeitung online, 28.06.2017
 

Barmer

"Doc Direkt ist ein wichtiger Schritt"

Krankenkassen und die KV Baden-Württemberg haben als gemeinsames Ziel vereinbart, die Patientenströme besser zu regulieren, sagt Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der Barmer in Baden-Württemberg, der "Ärzte Zeitung".

"Doc Direkt" kann aus seiner Sicht ein "erster wichtiger Schritt" sein, um sowohl Wartezeiten in den Praxen zu verkürzen als auch unnötige Krankenhauseinweisungen zu vermeiden. Allerdings sieht er zusätzlich den Gesetzgeber gefordert, um die vorhandenen Schnittstellenprobleme zwischen ambulantem und stationärem Sektor abzubauen.

Ausdrücklich bekennt sich Plötze zu der finanziellen Förderung von "Doc Direkt" durch die Krankenkassen. Die Vereinbarung sei gemeinsam von Kassen und KV erarbeitet worden.

Dabei sei "für beide Seiten ein guter Kompromiss" gefunden worden. Die am Callcenter-Projekt teilnehmenden Vertragsärzte sollen extrabudgetär vergütet werden. Geplant ist, dass die Teleärzte pro Anruf zwischen 20 und 25 Euro erhalten.

Dass künftig die KV und nicht ein externes Dienstleistungsunternehmen das Callcenter betreibt, findet Plötzes Zustimmung. Es sei gut, "dass wir uns auf die Rahmenbedingungen von ,Doc Direkt‘ geeinigt haben". "Das Denken in starren Sektoren und Zuständigkeiten bringt uns nicht weiter", findet der Landesgeschäftsführer. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »