Ärzte Zeitung online, 11.08.2017

Techniker Krankenkasse

Leiharbeiter fast sechs Tage länger krank

HAMBURG. Leiharbeiter melden sich häufiger krank als andere Arbeitnehmer. Nach einer am Donnerstag vorgestellten Studie der Techniker-Krankenkasse (TK) haben die knapp eine Million Leiharbeiter im vergangenen Jahr im Schnitt 20,3 Tage wegen einer Krankheit am Arbeitsplatz gefehlt. Das waren 5,6 Tage mehr als bei den übrigen Beschäftigten.

Vor allem von Erkrankungen der Psyche und des Muskel-Skelett-Systems sind die Leiharbeiter überdurchschnittlich betroffen, wie die TK berichtete. Die körperlichen Beschwerden seien auf häufig körperlich schwere Arbeiten zurückzuführen.

54 Prozent der in der Zeitarbeit Beschäftigten seien ungelernte Hilfsarbeiter, die an ihren wechselnden Arbeitsplätzen schon aus Unerfahrenheit höheren Unfallgefahren ausgesetzt seien, sagte der Sprecher des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, Wolfram Linke. Ständig vor neuen Aufgaben zu stehen, könne auch psychisch belasten. (eb)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17692)
Betriebsmedizin (251)
Organisationen
TK (2470)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »