Ärzte Zeitung online, 10.11.2017

Gesenkter Zusatzbeitrag

Kassen müssen nicht informieren

BERLIN. Krankenkassen sind nicht verpflichtet, Mitglieder über eine Senkung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags zu informieren. Das geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Frage des Linken-Gesundheitspolitikers Harald Weinberg hervor.

Ende Oktober hatte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nach der Tagung des Schätzerkreises den durchschnittlichen Beitrag von 1,1 Prozent auf ein Prozent gesenkt.

Kassen, die im kommenden Jahr einen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent oder mehr beibehalten, müssen ihre Mitglieder von den günstigeren Alternativen nicht in Kenntnis setzen. Eine Informationspflicht für die Kasse und ein Sonderkündigungsrecht für ein Mitglied bestehe erst dann, wenn eine Kasse den Zusatzbeitrag erhöhe oder erstmals erhebe, schreibt das Gesundheitsministerium.

"Die Senkung des Rechenwerts ist also nur ein Placebo", sagte Weinberg der "Ärzte Zeitung". Die Versicherten hätten von dieser Luftnummer letztendlich nichts. (af)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Epileptiker haben hohe Überdosisgefahr

Die Gefahr, an einer Medikamentenüberdosis zu sterben, ist bei Epilepsiekranken fünffach erhöht, so eine Studie. Doch es ist anders, als auf den ersten Blick gedacht: Schuld sind meist nicht die Antikonvulsiva. mehr »

Nichtstun ist gefährlich für Patientendaten

Nur noch wenige Tage, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Grund genug auch für Ärzte, sich die Prozesse der Datenverarbeitung anzuschauen und auf Sicherheit abzuklopfen. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »