Ärzte Zeitung online, 08.01.2018

Niedersachsen

Praxen sind aus KV-Sicht noch immer im Nachteil

HANNOVER. Der Vorstand der KV Niedersachsen (KVN) hat gefordert, für Arztpraxen und Krankenhäuser an den Schnittstellen der Behandlung für Vergütung, Bedarfsplanung und Mengenbegrenzungen endlich gleiche Voraussetzungen zu schaffen.

Nötig seien klare Schnittstellen und leitliniengerechte Behandlungspfade. "Versorgung muss dort stattfinden, wo es medizinisch und ökonomisch am sinnvollsten ist", so der KV-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch.

Mit seiner Forderung wies er die jüngsten Vorwürfe der Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, zurück. Sie hatte gesagt, dass sich Ärzte endlich um die Versorgung kümmern sollten, statt darum zu streiten, wer mehr Geld bekommt. In diesem Zusammenhang hatte sie eine engere Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten gefordert. Barjenbruch kritisierte die unterschiedlichen Rahmenbedingungen für Praxen und Kliniken: "Krankenhäuser haben keine Regelleistungsvolumen, keine echte Bedarfsplanung und keine Arzneimittelregresse". Wenn Leistungen aus den Kliniken in die Praxen verlagert würden, müssten auch die entsprechenden Gelder folgen, so der KV-Chef. Nur so gebe es einen fairen Wettbewerb. (cben)

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