Ärzte Zeitung online, 30.03.2018

Höchststand

AOK Plus meldet historisch hohen Krankenstand in Sachsen

DRESDEN. Der Krankenstand in Sachsen hat im vergangenen Jahr den höchsten Wert seit 20 Jahren erreicht. Das teilte die AOK Plus in Dresden mit, bei der nach eigenen Angaben mehr als 50 Prozent der Bewohner des Freistaats versichert sind. Demnach lag der Krankenstand bei 5,5 Prozent. Im Vorjahr hatte er 5,3 Prozent betragen, 2006 sogar nur 3,7 Prozent.

Jeder Versicherte war im Durchschnitt 20 Tage krankgeschrieben. 58 Prozent der Sachsen erhielten mindestens einmal im Jahr eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Eine Krankschreibung umfasste durchschnittlich jeweils zwölf Tage. Vier Prozent der Arbeitsunfähigkeiten dauerten länger als sechs Wochen, sodass Krankengeld gezahlt wurde.

Mit einem Krankenstand von 6,5 Prozent traf es die Branche öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung am stärksten, der niedrigste Wert ergab sich mit 4,8 Prozent bei Banken und Versicherungen.

Bei den meisten Ausfalltagen wurden mit einem Anteil von 21 Prozent Muskel- und Skeletterkrankungen diagnostiziert, Atemwegserkrankungen waren für 14 Prozent der Krankheitstage verantwortlich und Verletzungen und psychische Erkrankungen für jeweils elf Prozent.

Bei den Arbeitsunfähigkeiten selbst waren mit 24 Prozent am häufigsten Atemwegserkrankungen angegeben, Muskel- und Skeletterkrankungen standen auf 15 Prozent der Bescheinigungen, und bei zehn Prozent waren es Erkrankungen der Verdauungsorgane. (sve)

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (17361)
Sachsen (461)
Organisationen
AOK (7370)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Sport nach Infarkt kann Leben retten

Wer nach einem Herzinfarkt sportlich aktiv wird oder bleibt, sorgt dafür, dass seine Überlebenschance sich deutlich erhöht, so eine Studie frisch von der EuroPrevent 2018. mehr »

TK-Versicherte erhalten E-Akte

Die Techniker Krankenkasse hat mit TK-Safe ihre bundesweite elektronische Gesundheitsakte vorgestellt. Patientenschützer und die Verbraucherzentralen pochen auf hohe einheitliche Standards. mehr »

Diese Keime machen Kliniken zu schaffen

Klinikpatienten haben einer Umfrage zufolge die größte Sorge, mit einem multiresistenten Keim infiziert zu werden. Häufig eine mediale Dramatisierung, findet ein Hygieneexperte. Einige Erreger bereiten aber Kopfzerbrechen. mehr »