Ärzte Zeitung, 25.06.2013
 

Interaktives App-Special zu HIV

"Ich muss Sie nicht behandeln"

HIV - drei Buchstaben, die immer noch Angst machen. Infizierte sind auch heute noch stigmatisiert, auch Ärzte haben Vorbehalte. Wir haben nachgefragt - bei Infizierten, bei Ärzten und Experten - und die Versorgung unter die Lupe genommen.

Von Johanna Dielmann-von Berg

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Warnhinweis in roten Buchstaben: In Praxen und Kliniken werden Akten oder Zimmer von HIV-positiven Patienten teilweise markiert.

© Getty Images / iStockphoto

NEU-ISENBURG. Noch eine Stunde, bis der Patientin die Gebärmutter entfernt werden soll. Alles ist vorbereitet. Doch plötzlich entscheiden sich die Ärzte um.

"Wir haben beraten und meinen, man sollte in ihrem Fall doch mit Hormonen arbeiten. Denn die OP ist eine sehr blutige Angelegenheit", teilen sie der HIV-positiven Patientin mit. Ein Einzelfall?

"Jetzt müssen wir wegen Ihnen den ganzen Rettungswagen desinfizieren", muss sich ein anderer Patient von einem Sanitäter anhören. Nicht selten wird auf der Akte "HIV+" deutlich sichtbar vermerkt oder an Klinikzimmern von HIV-positiven Patienten ein Warnhinweis angebracht.

Diskriminierung durch Ärzte, Pfleger oder Krankenschwestern ist für Menschen mit einer HIV-Infektion keine Seltenheit. Immer wieder werden Fälle wie diese an die lokalen Aidshilfen herangetragen, jedoch meist nicht den Ärztekammern oder Berufsgesellschaften gemeldet. Über das Ausmaß der Diskriminierung von Menschen mit HIV war daher bisher nur wenig bekannt ...

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[10.07.2013, 23:58:40]
Wolfgang Böse 
Sind das wirklich Ärzte?
Das ist schlicht eine Katastrophe, was hier geschildert wird.
Ich schäme mich als Mitglied dieser Berufsgruppe, dass solch zutiefst unethischen , und dazu noch auf erschreckender Unkenntnis der Sachverhalte beruhende Verhaltensweisen, möglich sind.  zum Beitrag »

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