Ärzte Zeitung, 21.06.2017

EGMR

Verfahren zu Baby Charlie eröffnet

STRASSBURG. Im Streit um das Leben des todkranken Babys Charlie Gard in Großbritannien haben die Eltern ihre Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg begründet. Es werde daher ein reguläres Verfahren geben, teilte der EGMR mit. Dies werde mit höchster Priorität bearbeitet.

Der inzwischen zehn Monate alte Junge leidet an einem Gehirnschaden und einem seltenen Gendefekt. Er gibt keine Laute von sich, kann nicht sehen, nicht hören und sich nicht bewegen. Seine Ärzte wollen alle lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen. Dagegen wehren sich die Eltern.

Nach Niederlagen vor den britischen Gerichten reichten sie Beschwerde beim EGMR ein. Dieser entschied nun, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen bis zu ihrem Urteil beizubehalten sind. (mwo)

Urteil des EGMR:

Az.: 39793/17

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Kokain auf Brust und Herz schlägt

Down nach dem High: Ein junger Mann kommt mit Brustschmerzen in die Notaufnahme, er hat am Tag zuvor Kokain konsumiert. Die Diagnostik ergibt einen überraschenden Befund. mehr »

Fehlerquelle Entlassbriefe

Unbekannte Abkürzungen und Therapieempfehlungen, die nicht zum Befund passen: Eine Umfrage unter Hausärzten deckt Verbesserungspotenzial in Entlassbriefen auf. mehr »

Paracetamol bei Senioren wohl ganz sicher

Paracetamol ist "ein sicheres Schmerzmittel erster Wahl" bei älteren Patienten, so französische Forscher in der lange währenden Diskussion um das Schmerzmittel. Ausnahme: Senioren mit Diabetes. mehr »