Ärzte Zeitung online, 16.03.2018

Missbrauchsvorwürfe

"Ärzte ohne Grenzen" will Fehlverhalten eindämmen

BERLIN. Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" will nach jüngsten Missbrauchsvorwürfen bei Hilfseinsätzen versuchen, dem Fehlverhalten einzelner durch verschiedene Maßnahmen, etwa bei der Ausbildung und Einweisung von Mitarbeitern, sowie durch Beschwerde- und Reaktionsmechanismen entgegenzuwirken. Das kündigte der Geschäftsführer der deutschen Sektion, Florian Westphal, diese Woche im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an.

Jeder Fall von Missbrauch oder Diskriminierung sei "einer zuviel". Wichtig sei insbesondere der Schutz von Opfern und Hinweisgebern, indem man ihnen Vertraulichkeit und Anonymität zusichere. 2017 seien auf Ebene der Hauptquartiere 146 Warnungen oder Beschwerden eingegangen, so Westphal. Allerdings müsse man von einer höheren Dunkelziffer ausgehen. (maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »