Berlin

Verdi beklagt Personalmangel in Jugendämtern

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BERLIN. Ist der Kinderschutz in Berlin gefährdet? Die Gewerkschaft verdi schlägt erneut Alarm. Die angespannte Personalsituation in den Jugendämtern der Berliner Bezirke führt demnach dazu, dass Kinderschutzaufgaben unter Umständen nicht wahrgenommen werden können.

"Die Gefahr, dass das Amt nicht mehr alle Kinderschutzfälle im Blick hat, steigt", so Anna Sprenger, zuständige verdi-Gewerkschaftssekretärin. Sie bezeichnete die Zustände in den Jugendämtern als "Armutszeugnis" für Berlin und "höchst besorgniserregend".

Betroffen sind laut verdi derzeit Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick. Dort hatte sich der Personalrat verdi zufolge bereits an die Öffentlichkeit gewandt und mitgeteilt, dass die Mitarbeiter des Jugendamtes ihr "Wächteramt" schon lange nicht mehr gemäß den gesetzlichen Vorgaben ausüben könnten. Der Personalrat weiter: "Der Kinderschutz konzentriert sich auf unmittelbare Gefährdungen."

Die Probleme sind nicht neu. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft hat laut verdi gemeinsam mit den Jugendstadträten der Bezirke in Berlin bereits einen Maßnahmeplan zur Sicherung der Aufgabenerfüllung der Jugendämter aufgestellt.

Die Ziele: eine feste Fallquote von bis zu 65 Fällen pro Sozialarbeiter, mehr Personal, eine bessere Eingruppierung und gute Einarbeitung für neu eingestellte Sozialarbeiter. (ami)

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