Ärzte Zeitung online, 01.12.2017

Bremen

Medzinische Sprechstunde für Obdachlose

Wer nicht krankenversichert ist, wird in Bremen dennoch medizinisch versorgt – von einem Verein.

BREMEN. Der Bremer Verein zur Förderung der medizinischen Versorgung Obdachloser (mVO) bietet ab sofort in der kirchlichen Begegnungsstätte "Bremer Treff" eine weitere medizinische Sprechstunde für Wohnungslose und andere Menschen in prekären Lebenslagen. Die beiden Ärzte Georg Kückelmann und Dr. Masiar Amirkhizi betreuen einmal wöchentlich abwechselnd die Gäste des Bremer Treffs, die eine medizinische Notversorgung benötigen. Das teilte die Initiative mit.

"Wir behandeln alle Patientinnen und Patienten kostenlos, auch wenn sie nicht krankenversichert sind", sagt Kückelmann. Eine Apotheke löst die Rezepte kostenfrei ein, etwaige Zuzahlungen übernimmt der Verein zur Förderung der Medizinischen Versorgung Obdachloser. Auch Termine für psychotherapeutische Gespräche werden angeboten.

Bis zu 500 Menschen im Land Bremen sind wohnungslos. Sie seien besonders gefährdet, körperlich und psychisch zu erkranken, hieß es. Bisher gibt es für sie drei mal in der Woche eine medizinische Sprechstunde und eine Frauensprechstunde. Mit der Sprechstunde im Bremer Treff kümmern sich nun insgesamt zwei Ärztinnen und vier Ärzte an drei Standorten um die Versorgung dieser Patienten. "Wir sprechen mit unserem Angebot im Bremer Treff die Menschen an, die wir an unseren anderen beiden Standorten eventuell nicht erreichen", sagt Gerd Wenzel, der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der medizinischen Versorgung Obdachloser. (cben)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So hoch ist die Lebenserwartung in der Welt

Wer als Junge in Deutschland geboren wird, darf sich im Schnitt auf 78 Jahre freuen. Wie hoch ist die Lebenserwartung in anderen Ländern der Welt? Wir geben die Antwort. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »

Diabetes-Strategie zum Greifen nah

Der gezielte Kampf gegen Diabetes könnte schon bald konkrete Formen annehmen. Zum heutigen Welt-Diabetestag zeichnet sich zwischen Union und SPD ein Kompromiss für eine nationale Diabetes-Strategie ab. mehr »