Ärzte Zeitung online, 26.08.2009

Organspenden in China meist von Hingerichteten

PEKING (dpa). Zwei Drittel aller Organspenden in China stammen von hingerichteten Straftätern. Um die Abhängigkeit von Exekutionen sowie Missbrauch und Korruption einzudämmen, will die Regierung in Peking ein nationales System für Organtransplantationen aufbauen, wie die Tageszeitung "China Daily" am Mittwoch berichtete.

Organspenden in China meist von Hingerichteten

Foto: Destinyvp ©www.fotolia.de

In seltener Offenheit räumte Vizegesundheitsminister Huang Jiefu ein, dass schätzungsweise 65 Prozent der Organe von Hingerichteten stammen, "die ganz bestimmt keine angemessene Quelle für Organtransplantationen sind".

Unter Führung des chinesischen Roten Kreuzes und mit Hilfe des Gesundheitsministeriums beginnen Pilotprojekte in zehn Provinzen und Großstädten. Die Bereitschaft in der Gesellschaft zur Organspende soll verbessert und eine Datenbank aufgebaut werden. Die Zuteilung soll besser beaufsichtigt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »