Ärzte Zeitung online, 06.10.2011

Bischöfe lehnen Änderungen bei Organspende ab

FULDA (dpa). Die katholische Kirche in Deutschland bleibt in der Organspende-Debatte bei ihrer Position und sieht den Staat in der Pflicht zur Problemlösung.

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) favorisiert weiter die Zustimmungsregelung. Danach muss vorab das Einverständnis zur Organentnahme nach dem Hirntod gegeben werden, etwa mit einem Spenderausweis.

Um den Mangel zu beheben, müssten erst die "organisatorischen Bedingungen in den Krankenhäusern verbessert" werden, forderte die DBK am Donnerstag in Fulda bei ihrer Herbst-Vollversammlung.

Derzeit beteiligen sich laut DBK weniger als die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser an der Mitteilung potenzieller Organspender. Mehr als 12 000 Patienten warten in Deutschland auf ein Spenderorgan.

Topics
Schlagworte
Organspende (900)
Krankheiten
Transplantation (2262)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Europäische Impfwoche - Same procedure as last year!

Heute starten die Europäischen Impfwochen. Am Beispiel Masern werden beträchtliche Defizite in Deutschland deutlich - und dass es seit Jahren kaum Fortschritte gibt. mehr »

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen und Opposition weht scharfer Gegenwind. mehr »