Ärzte Zeitung, 01.11.2016
 

Transplantationen

Registergesetz - jetzt beginnt der Aufbau

BERLIN. Das Gesetz zum Aufbau des Transplantationsregisters tritt zum 1. November in Kraft. Es hat das Ziel, die bisher dezentral erhobenen Daten in einem Register zusammenzuführen. Bundesärztekammer, GKV-Spitzenverband und Krankenhausgesellschaft sind in der Pflicht, die nötigen Einrichtungen zu gründen. In einer Vertrauensstelle, die räumlich und organisatorisch vom Register getrennt ist, sollen die Daten der Patienten pseudonymisiert werden.

Kritiker haben an dem Gesetz moniert, mit dem Register werde das Transplantat und nicht der Patient und seine Lebensqualität in den Mittelpunkt gestellt. Die Nachsorge der Patienten beispielsweise werde durch das Register nicht erfasst, heißt es. Die Opposition im Bundestag hat die Übertragung des Registers auf die Selbstverwaltung skeptisch gesehen. Sie hätte eine Errichtung in öffentlicher Trägerschaft befürwortet. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »