Ärzte Zeitung online, 14.01.2018

Neuer Tiefpunkt

Nur 797 Menschen spendeten im Jahr 2017 Organe

BERLIN. Die Zahl der Organspender in Deutschland hat 2017 einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nach den Statistiken der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) gab es nur 797 Organspender, 60 weniger als im Vorjahr. Das sei der niedrigste Stand seit 20 Jahren, teilte die Stiftung mit. "Leider werden wir erstmals unter die Marke von zehn Spendern pro eine Million Einwohner rutschen. 2017 sind es 9,7", sagte Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO. In der Historie der Stiftung sei das, gerechnet ohne die Anfangsjahre der Organspende vor mehr als 30 Jahren, noch nie passiert. "Im internationalen Vergleich war Deutschland bisher im unteren Mittelfeld. Jetzt stehen wir im Vergleich fast hinter allen anderen westeuropäischen Ländern. Das ist eine dramatische Entwicklung", ergänzte er. Die Organspendebereitschaft in Deutschland war 2017 regional jedoch sehr unterschiedlich. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

App sorgt für weniger Tage mit Migräne

Bei Einsatz einer Migräne-App lassen sich Kopfschmerztage merklich reduzieren – und zwar um rund 25 Prozent. Das geht aus einer Studie der Schmerzklinik Kiel und der TK hervor. mehr »

Die Zukunft gehört der sensorischen Zuckermessung

Die Zeiten, in denen sich Diabetiker zur Blutzuckermessung in den Finger stechen, sind bald vorbei. Sensor-Messsysteme bringen neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. mehr »

Mehr ASS für schwere Patienten?

Allen Patienten dieselbe ASS-Dosis zu verordnen, scheint in der kardiovaskulären Prävention keine optimale Lösung zu sein. Es könnte sich lohnen, die Dosis an das Körpergewicht anzupassen, um verschiedene Risiken zu minimieren. mehr »