Ärzte Zeitung online, 17.02.2009

Zahl der Pflegebedürftigen nimmt zu

HAMBURG (dpa). Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigungen können sie ihren Alltag nicht mehr alleine meistern. Im Zuge der Alterung nimmt die Zahl der Hilfsbedürftigen seit Jahren zu.

Ende 2007 gab es dem Statistischen Bundesamt zufolge 2,25 Millionen Pflegebedürftige. Das waren 5,6 Prozent mehr als Ende 2005 und 11,4 Prozent mehr als 1999.

Die Mehrheit der Pflegebedürftigen (68 Prozent) waren Frauen und hatten ihren 65. Geburtstag bereits hinter sich (83 Prozent). Mehr als zwei Drittel wurden zu Hause versorgt, meist allein von Angehörigen. In Heimen lebten etwa 709 000 Frauen und Männer.

Von den insgesamt rund 11 500 zugelassenen ambulanten Pflegediensten befanden sich 60 Prozent in privater Trägerschaft. Die Mehrheit der etwa 236 000 Beschäftigten waren Frauen, viele arbeiteten Teilzeit. Die Zahl der Pflegeheime lag im Dezember 2007 bei rund 11 000. Mehr als die Hälfte davon waren in freigemeinnütziger Trägerschaft wie etwa Diakonie oder Caritas. Insgesamt waren in den Heimen rund 574 000 Menschen beschäftigt. 85 Prozent davon waren Frauen, sehr viele arbeiteten Teilzeit.

Lesen Sie dazu auch:
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Bundesrat stimmt Pflege-Mindestlohn zu

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