Kongress, 28.05.2009
 

Experte fordert Paradigmenwechsel in der Altenpflege

Experte fordert Paradigmenwechsel in der Altenpflege

In Deutschland sind rund 600 000 Menschen in der stationären und ambulanten Altenpflege beschäftigt. Der Bedarf an Pflegeleistungen steigt von Tag zu Tag. Skandalmeldungen - wie zuletzt aus einem Altenheim in Dinkelsbühl in Bayern - rücken die Branche jedoch immer wieder in ein schlechtes Licht. Für Lutz Karnauchow, Geschäftsführer des Pflegeunternehmens "domino world", sind die Negativschlagzeilen aber nur "die Spitze des Eisberges". Der gelernte Psychologe hat noch weitere "Rückstände" in der deutschen Altenpflege ausfindig gemacht.

Dort gehe es noch immer primär um Kompensation von Defiziten statt um Rehabilitation, und noch immer litten viele der Einrichtungen an einem "unprofessionellen Management".

Beim Deutschen Pflegekongress im Rahmen des Hauptstadtkongresses will Karnauchow deshalb gemeinsam mit anderen Pflegeexperten für einen Paradigmenwechsel in der Pflege werben. "Altenpflege ist eine therapeutische Kunst", sagt er. Es gehe darum, an den Potenzialen alter und kranker Menschen anzusetzen, nicht an Defiziten. (hom)

Paradigmenwechsel für die Pflege!
28. Mai, 9.00  - 10.30 Uhr, Saal 3

Aktuelle Berichte vom Hauptstadtkongress:
Zur Sonderseite Hauptstadtkongress

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »