Ärzte Zeitung, 31.08.2009

Regierung stärkt Rolle der Pflegeberufe in der Versorgung

Regierung stärkt Rolle der Pflegeberufe in der Versorgung

BERLIN (ble). Als Gewinner der vier Jahre unter Schwarz-Rot können sich die Beschäftigten der nichtärztlichen Gesundheitsberufe fühlen. So machte die Bundesregierung ernst mit ihrem Vorhaben, die Rolle von Pflegenden in der ambulanten Versorgung zu stärken und verhalf etwa dem Modell der Gemeindeschwester Agnes zum Durchbruch.

Ferner sieht die Pflegereform aus dem Jahr 2008 Modellvorhaben vor, in denen Pflegende bei entsprechender Qualifikation Verbands- und Pflegehilfsmittel verordnen und heilkundlich tätig werden können. Der Weg zu einer stärkeren Delegation ärztlicher Leistungen ist also vorgegeben. Wermutstropfen aus Sicht des Deutschen Pflegerates: In einer seiner letzten Entscheidungen beschloss der Bundestag, dass künftig als Zugangsvoraussetzung für die Pflegeausbildung schon der Hauptschulabschluss ausreicht.

Erfolgreich verliefen die vergangenen vier Jahre auch für die Ärzte an Deutschlands Kliniken. Angeführt von der Klinikärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) konnten sie nach langen Arbeitskämpfen höhere Gehälter erkämpfen. Dem MB gelang es, sich trotz anfänglichen Widerstands der Arbeitgeber fast überall als Tarifpartner zu etablieren.

Lesen Sie dazu auch:
Die schwarz-rote Gesundheitsreform hält alle Wege offen
Eine nachhaltige Finanzierung der GKV steht weiter aus
BÄK-Chef Hoppe warnt vor dramatischem Ärztemangel

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jede achte Frau braucht nach der Geburt Antidepressiva

Etwa elf Prozent aller Frauen leiden im ersten Jahr nach der Geburt an Depressionen. Unter jungen Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren ist der Anteil fast doppelt so hoch. mehr »

Die Malaria-Gefahr wächst

Weltweit steigen Erkrankungszahlen an Malaria seit zwei Jahren wieder. Es trifft nicht nur Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch Reisende aus Deutschland. mehr »

„Mütter sind die zentralen Ansprechpartner“

In dieser Woche werben Urologen für die HPV-Impfung. Vor allem bei Jungen besteht Nachholbedarf. Wie sie für eine Impfung gewonnen werden sollen, erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes Dr. Axel Schroeder. mehr »