Ärzte Zeitung, 14.12.2009

Viele Demenzkranke in Heimen unterversorgt

BERLIN (ble). Nur jeder dritte demente Heimbewohner in Deutschland wird von einem Neurologen oder Psychiater behandelt, nur jeder fünfte erhält eine antidementive Therapie. Diese Zahlen nannte Dr. Ernst Eben vom MDK Bayern am Montag bei der Veranstaltung "Update Demenz" in Berlin.

Der erste Schritt zur Verbesserung der Versorgung dieser Menschen müsse daher heißen, in der täglichen Arbeit überhaupt an das Thema zu denken, so Eben. Nach Ansicht von Uwe Brucker vom MDS wird heute zu oft an den Bedürfnissen von Dementen "vorbeigepflegt".

Topics
Schlagworte
Pflege (5333)
Demenz (2002)
Krankheiten
Demenz (3276)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[15.12.2009, 10:47:01]
Margarita Moerth 
Euphemistisch
Das Wort "unterversorgt" halte ich in diesem Zusammenhang für glatten Euphemismus. Worauf hier in einem m.E. bedauerlich knappen Beitrag hingewiesen wird ist ein ungeheurer Missstand und Beweis für das Versagen unserer Gesellschaft gegenüber jenen, die sich selbst nicht mehr zu helfen imstande sind.
Das erinnert mich fatal an die Diskussionen, bis zu welchem Alter sich etwa eine Nierentransplantation oder andere aufwändige Therapien bzw. Eingriffe überhaupt noch "rechnen". zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »

Ein Gelähmter kann wieder gehen

Ein querschnittgelähmter Mann kann wieder einige Schritte gehen - dank der elektrischen Rückenmark-Stimulation. Von Heilung wollen die Ärzte aber nicht sprechen. mehr »