Ärzte Zeitung, 14.12.2009
 

Viele Demenzkranke in Heimen unterversorgt

BERLIN (ble). Nur jeder dritte demente Heimbewohner in Deutschland wird von einem Neurologen oder Psychiater behandelt, nur jeder fünfte erhält eine antidementive Therapie. Diese Zahlen nannte Dr. Ernst Eben vom MDK Bayern am Montag bei der Veranstaltung "Update Demenz" in Berlin.

Der erste Schritt zur Verbesserung der Versorgung dieser Menschen müsse daher heißen, in der täglichen Arbeit überhaupt an das Thema zu denken, so Eben. Nach Ansicht von Uwe Brucker vom MDS wird heute zu oft an den Bedürfnissen von Dementen "vorbeigepflegt".

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[15.12.2009, 10:47:01]
Margarita Moerth 
Euphemistisch
Das Wort "unterversorgt" halte ich in diesem Zusammenhang für glatten Euphemismus. Worauf hier in einem m.E. bedauerlich knappen Beitrag hingewiesen wird ist ein ungeheurer Missstand und Beweis für das Versagen unserer Gesellschaft gegenüber jenen, die sich selbst nicht mehr zu helfen imstande sind.
Das erinnert mich fatal an die Diskussionen, bis zu welchem Alter sich etwa eine Nierentransplantation oder andere aufwändige Therapien bzw. Eingriffe überhaupt noch "rechnen". zum Beitrag »

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