Ärzte Zeitung, 16.02.2010

Kommentar

Durchwachsene Zwischenbilanz

Von Christoph Fuhr

Na also, geht doch! In Baden-Württemberg gibt es jetzt einen landesweiten Vertrag für die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Der Aufbau von flächendeckenden Strukturen im Südwesten kann beginnen. Auch in Hessen und anderen Regionen sind Entwicklungen mit Blick auf die ambulante Versorgung Schwerstkranker im Gange, die optimistisch stimmen müssen.

Also alles im grünen Bereich? Nein! Bundesweit bleibt die SAPV-Vertragslandschaft weiter ein Flickenteppich. Dabei ist das Recht auf SAPV bereits seit April 2007 im SGB V verankert worden.

Vieles deutet darauf hin, dass insbesondere von Kassenseite immer noch Bremser, Blockierer und Bedenkenträger unterwegs sind, denen an SAPV-Verträgen wenig gelegen ist.

Zur Erinnerung: Es geht bei SAPV darum, dass in Deutschland schwerstkranke Menschen zu Hause sterben können - in Würde, und professionell versorgt bis zum letzten Atemzug. Es gibt durchaus Krankenkassen, die sich dieser Herausforderungen konsequent und verantwortungsvoll stellen. Aber es bleibt leider immer noch die Kehrseite, und so viel Ehrlichkeit muss sein: Was sich manche Kassen-Entscheidungsträger mit Blick auf SAPV leisten, ist schlicht und ergreifend erbärmlich.

Lesen Sie dazu auch:
Palliativ-Netze versorgen immer mehr Patienten
Begleiter des Patienten - Partner des Hausarztes
Anforderungen für Palliativ-Care-Teams sind hoch


Topics
Schlagworte
Pflege (5571)
Personen
Christoph Fuhr (413)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Diese Aspekte schinden den Körper von Astronauten

Die Forschung auf der ISS liefert wichtige Erkenntnisse, ist aber Schwerstarbeit für den Organismus. Was passiert dabei mit dem Körper genau – und wozu das Ganze? mehr »

GBA warnt Spahn vor GKV-Systembruch

Der Versuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bewertungsverfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss zu umgehen, stößt auf massive Gegenwehr – nicht nur im GBA. mehr »

§219a – Eine Reform und ihr Preis

Nach dem Beschluss im Bundestag, dürfen Ärzte künftig darüber informieren, dass sie Abtreibungen anbieten. Doch glücklich ist mit dem Kompromiss niemand. Auch nicht mit der Studie zu den Folgen einer Abtreibung. mehr »