Ärzte Zeitung, 18.09.2010
 

Hessen will junge Migranten für die Pflege

WIESBADEN (ine). Neue Wege gegen den Mangel an qualifizierten Fachkräften in der Pflege geht das Land Hessen. Ein bundesweit einmaliges Projekt wurde beispielsweise in Offenbach gestartet. Dort können sich junge Migranten zum Altenpflegehelfer ausbilden lassen. Gesucht werden dafür gezielt Männer. Das Sozialministerium fördert die dreijährige Initiative mit 537 400 Euro. Geplant ist, dass jedes Jahr 15 junge Männer ihre Ausbildung bei der gemeinnützigen Ausbildungs- und Beschäftigungsfördergesellschaft beginnen. Das Land will zudem versuchen, ältere Pflegekräfte länger im Beruf zu halten. Eine flexible Gestaltung der Arbeitszeiten und Teilzeitjobs seien ein möglicher Ansatz, so Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Sozialministerium in Wiesbaden. Bislang liege die Beschäftigungsdauer von Pflegefachkräften im Schnitt bei zwölf Jahren.

Topics
Schlagworte
Pflege (4874)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So schützen sich Krebskranke vor Stigmatisierung

Wer an Krebs erkrankt, muss sich auch mit der damit verbundenen Stigmatisierung auseinandersetzen. Forscher raten zu gezielten Gegenstrategien. mehr »

Kassen rücken beim Arztinfo-System von der Steuerung via Ampel ab

Nutzenbewertungen neuer Arzneimittel durch den GBA finden bei Ärzten bisher oft nur wenig Beachtung. Ein Arztinfo-System soll das ändern. Der GKV-Spitzenverband hat dafür jetzt einen Prototypen präsentiert. mehr »

Sport tut den Gelenken gut - auch bei Multimorbidität

Selbst Arthrosepatienten mit schweren Begleiterkrankungen profitieren von regelmäßigem körperlichem Training. Es gibt allerdings eine Voraussetzung. mehr »