Ärzte Zeitung online, 28.09.2010

Haderthauer: Freiwilliges Soziales Jahr nicht in die Hände des Bundes geben

BERLIN (dpa). Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) will Dienste wie das Freiwillige Soziale Jahr oder das Freiwillige Ökologische Jahr in der Zuständigkeit der Bundesländer belassen.

Die "bewährten Strukturen" dürften nicht dadurch unter Druck geraten, dass man für den freiwilligen Zivildienst eine sehr hohe Vergütung vorsehe, sagte sie am Dienstag im Deutschlandradio Kultur. Es bestehe die Gefahr, dass letztlich die Plätze des Freiwilligen Sozialen Jahres nicht mehr konkurrenzfähig würden.

"Wir haben beim Freiwilligen Sozialen Jahr jetzt schon mehr Bewerber als geförderte Plätze", sagte die Ministerin. Sie wandte sich erneut gegen zu viel Einfluss des Bundes. "Lieber soll der Bund seine Förderung für das Freiwillige Soziale Jahr aufstocken, das etabliert ist und sehr gut funktioniert". Man dürfe "bewährte Angebote nicht gewaltsam in neue Strukturen pressen".

CDU und CSU hatten auf ihrer Berliner Klausur beschlossen, dass Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) in Abstimmung mit den Ländern einen passenden Freiwilligendienst entwickeln soll.

Lesen Sie dazu auch:
Länder sehen keinen Sinn in Parallelstrukturen beim Zivildienst
SPD startet Initiative für Zukunft des Zivildienstes
Schröder will freiwilligen sozialen Dienst

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