Ärzte Zeitung, 11.04.2011

Im Nordosten startet der erste Pflegestützpunkt

PASEWALK (di). Mecklenburg-Vorpommern hat den ersten Pflegestützpunkt im Nordosten eröffnet. Das Beratungsangebot in Pasewalk im Landkreis Uecker-Randow richtet sich an Pflegebedürftige und deren Angehörige. Träger sind die Pflegekassen und der Landkreis.

"Wir brauchen die Pflegestützpunkte in unserem Land. Die Einrichtung trägt auch dazu bei, die bestehenden pflegerischen und sozialen Angebote besser miteinander zu vernetzen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Manuela Schwesig (SPD) zur Eröffnung.

Im Stützpunkt sollen vier Mitarbeiter unabhängig beraten und dafür bei Bedarf Menschen zu Hause aufsuchen. Schwesig gab als Ziel der Landesregierung einen zentral erreichbaren Pflegestützpunkt für jeden Kreis aus.

Davon ist der Nordosten jedoch noch weit entfernt. Neben Pasewalk existiert bislang nur ein Modellprojekt in Wismar. Die Opposition kritisiert das Land für die Umsetzung.

Den Linken geht die Einrichtung nicht schnell genug. Das könnte finanzielle Nachteile bedeuten, weil Mitte des Jahres die Anschubfinanzierung durch den Bund für die Einrichtung der Stützpunkte ausläuft.

Die FDP wiederum hat keine hohen Erwartungen an die Stützpunkte, sondern favorisiert eine Pflegehotline in Kombination mit Beratungsangeboten in den bestehenden Mehrgenerationenhäusern.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »