Ärzte Zeitung, 28.04.2011

AOK Bayern setzt auf Entlastung von Pflegekräften

MÜNCHEN (sto). Der Krankenstand von Pflegekräften liegt in Bayern nach Angaben der AOK um mehr als 30 Prozent über dem Durchschnitt aller Beschäftigten.

Mitarbeiter in Pflegeheimen, die bei der AOK Bayern versichert sind, wiesen nach Angaben der Kasse 2010 eine Quote von 5,5 Prozent krankheitsbedingter Fehlzeiten auf. Der bayernweite Durchschnitt lag bei 4,2 Prozent.

Besonders betroffen sind nach Angaben der AOK Mitarbeiter in der Altenpflege, bei denen wegen Beschwerden am Muskel-Skelett-Apparat und psychischer Erkrankungen lange krankheitsbedingte Fehlzeiten zu verzeichnen waren.

"Die Mehrheit der Betroffenen sieht dabei einen Zusammenhang zwischen Gesundheitsproblemen und Arbeitsbelastung", erklärte Werner Winter, Berater für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Bayern.

Um die Situation von Pflegekräften zu verbessern, will die AOK Bayern ihr landesweites Programm bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen erweitern. Dazu sollen spezielles Rückentraining und Workshops zur Burn-out-Vermeidung angeboten werden.

Topics
Schlagworte
Pflege (4908)
Krankenkassen (17067)
Organisationen
AOK (7267)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welcher Grippeimpfstoff ist für Senioren am besten?

Für ältere Menschen gelten spezielle Impf-Anforderungen, so die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie. Sie hat daher Tipps für Hausärzte zusammengestellt. mehr »

Keine Bürgerversicherung, aber viele Wünsche

Beim Neujahrsempfang der Deutschen Ärzteschaft zeigte man sich erleichtert, dass die Bürgerversicherung vorerst vom Tisch ist. Reformbedarf gebe es aber. mehr »

Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten

Die Gesundheitspolitik der künftigen Regierung wird einen Schwerpunkt bei Pflege setzen müssen. Davon zeigten sich Fachleute im Vorfeld des Kongress Pflege überzeugt. mehr »