Ärzte Zeitung online, 06.05.2011

Röslers Pläne in der Pflege könnten 10 Milliarden kosten

BERLIN (dpa). Die Umsetzung der Ideen von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zur Pflegereform könnten nach Berechnungen der Kassen bis zu zehn Milliarden Euro pro Jahr kosten.

Damit müsse der Beitragssatz in der Pflegeversicherung von heute 1,95 Prozent auf fast 3,0 Prozent steigen, berichtet die "Berliner Zeitung" am Freitag unter Berufung auf ihr vorliegende Berechnungen der Kassenverbände.

Zwar versicherte der Minister stets, nicht alles, was wünschenswert sei, könne finanziert werden. Gleichwohl kündigte er viele Punkte an, die in die Pflegereform einfließen sollten.

Unter anderem veranschlagten die Kassenverbände die geplanten besseren Leistungen für Demenzkranke und den Aufbau der geplanten Kapitalrücklage mit Kosten von jeweils rund drei Milliarden Euro.

Für die in Aussicht gestellten gemeinsamen Kuren für Pflegebedürftige und Angehörige wurden Mehrausgaben bis zu einer Milliarde Euro angesetzt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten

17.18Die Gesundheitspolitik der künftigen Regierung wird einen Schwerpunkt bei Pflege setzen müssen. Davon zeigen sich Fachleute im Vorfeld des Kongress Pflege überzeugt. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »