Ärzte Zeitung online, 01.08.2011

Gesicherte Zukunft für erfolgreiches Berliner Pflegeheimprojekt

BERLIN (ami). Die besondere ärztliche Versorgung in 32 Berliner Pflegeheimen wird fortgeführt. Die Vertragspartner des sogenannten "Berliner Projekts" haben das Modell nun unbefristet verlängert.

Das Berliner Projekt besteht bereits seit 1998. Niedergelassene Ärzte sind dabei als feste Ansprechpartner für Gesundheitsprobleme von Heimbewohnern rund um die Uhr erreichbar und kommen zu wöchentlichen Visiten in die Heime. Zudem arbeiten sie mit Physiotherapeuten, Pflegekräften und Heimleitern eng zusammen.

Das Modell wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Projektpartner sind sich einig, dass es bessere und günstigere Versorgung zugleich bringt und alle Seiten davon profitieren.

Die rund 2300 Pflegeheimbewohner im Projekt werden den Angaben nach nur halb so oft ins Krankenhaus eingewiesen wie Bewohner in anderen Heimen. Auch für Fahrkosten und Arzneimittel fallen weniger Kosten an.

Höhere Honorare und Erfolgsboni

Derzeit gilt das Angebot nur für Versicherte der AOK Nordost, IKK Brandenburg und Berlin, Siemens BKK und Bahn BKK. Partner sind die Kassenärztliche Vereinigung Berlin und mehr als 40 Vertragsärzte.

Die Berliner Krankenhausgesellschaft und der Verband privater Kliniken und Pflegeeinrichtungen Berlin-Brandenburg vertreten die teilnehmenden Pflegeeinrichtungen.

Der neue Vertrag bringt Ärzten und Therapeuten höhere Honorare und den Pflegeeinrichtungen erfolgsabhängige Bonuszahlungen. Die bisherige Rahmenvereinbarung erhält eine neue Vertragsgrundlage.

Dabei ist ein Vertrag über besondere ambulante Versorgung nach Paragraf 73 c SGB V mit einem Integrationsvertrag gemäß Paragraf 140 a SGB V in Verbindung mit Paragarf 92 b SGB X kombiniert.

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