Ärzte Zeitung online, 05.08.2011

Laumann: Kapitalstock in der Pflegeversicherung nötig

DORTMUND/BERLIN (dpa). Der CDA-Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann unterstützt die Forderung, einen Kapitalstock in der Pflegeversicherung anzusparen.

"Das wäre ein wichtiger Schritt", sagte der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Freitag).

In Deutschland gebe es rund 14 Millionen Menschen im Alter von 45 bis 55 Jahren, aber nur 7 Millionen zwischen 5 und 15 Jahren. "Wenn die Babyboomer-Generation in 30 Jahren eine gute Pflege erhalten will, muss jetzt etwas dafür zurückgelegt werden." Die Zeit dränge.

Die Kapitalrücklage sollte paritätisch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert werden.

Laumann lehnt Einzelversicherungen ab

"Da werden wir uns mit Herrn Bahr unterhalten müssen", sagte der CDU-Politiker mit Blick auf Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP).

Laumann sprach sich gegen Einzelversicherungen wie bei der Riester-Rente aus. Diese seien teuer und renditeschwach.

"Wir sind nicht bereit, wieder etwas zu schlucken, wo ein Großteil des Geldes für Vertragsabschlüsse vergeudet wird", so Laumann.

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