Ärzte Zeitung online, 20.10.2011

Schröder: Familienpflegezeit wird großer Erfolg

BERLIN (dpa). Familienministerin Kristina Schröder (CDU) rechnet auch ohne einen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit mit einem großen Erfolg der neuen Regelung.

Auch für die Altersteilzeit habe es keinen Rechtsanspruch gegeben, sagte Schröder am Donnerstagmorgen im Deutschlandfunk.

"Und dennoch haben unglaublich viele Unternehmen, unglaublich viele Menschen die Altersteilzeit in Anspruch genommen. Und ich bin mir sehr sicher, dass das auch mit der Familienpflegezeit so laufen wird."

Über das umstrittene Gesetz zur Familienpflegezeit will der Bundestag am Donnerstag abstimmen.

Rückzahlung beim Wiedereinstieg

Beschäftigte, die Familienangehörige pflegen, sollen die Arbeitszeit maximal zwei Jahre lang reduzieren und eine Art Gehaltsvorschuss bekommen, den sie beim Wiedereinstieg in den Beruf zurückzahlen müssen.

Das Geld kommt von der KfW-Bankengruppe. Dadurch hätten Unternehmen kein Risiko, dass sie das Geld am Ende nicht mehr wiederbekommen, sagte Schröder.

Von den 2,38 Millionen Menschen in Deutschland, die Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen, werden nach Angaben des Bundesfamilienministeriums mehr als 1,6 Millionen Menschen zu Hause versorgt.

Oft übernehmen Angehörige und ambulante Dienste die Pflege. 76 Prozent der Berufstätigen möchten demnach ihre Angehörigen so weit wie möglich selbst betreuen.

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