Ärzte Zeitung online, 03.11.2011

CDU für höhere Pflegebeiträge

BERLIN (dpa). Die CDU hat die Versicherten auf höhere Pflegebeiträge im Zuge der geplanten, aber seit Monaten auf Eis liegenden Reform eingestimmt.

Bei der Pflegereform solle beim Spitzentreffen der Koalition am Sonntag ein entscheidender Schritt nach vorn gemacht werden, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe der "Leipziger Volkszeitung".

Nötig seien Verbesserungen für demenzkranke ältere Menschen und für Angehörige. Klar sei, "dass eine solche dringend notwendige Leistungsverbesserung nicht ohne Beitragserhöhungen zu schaffen ist, zumal die Beiträge in anderen Bereichen sinken werden", sagte Gröhe.

Kein Modell führe an der Erkenntnis vorbei, dass die Sicherung eines würdevollen Lebens für Hochbetagte teurer werde, je mehr Menschen ein hohes Alter erreichen.

"Reha vor Pflege" für viele Makulatur

Der Sozialverband Deutschland forderte ein Aufbruchssignal in der Pflege. "Die Bundesregierung darf den dringenden Handlungsbedarf nicht länger vertagen und muss die versprochene Reform rasch in Angriff nehmen", sagte der Verbandspräsident Adolf Bauer.

"Der gesetzlich verankerte Grundsatz ‚Reha vor Pflege‘ ist für die Mehrheit der Menschen mit Pflegebedarf nur Makulatur."

Wegen unterschiedlicher Ansichten zur angepeilten Kapitalreserve für künftigen Pflegebedarf hat die Koalition die Vorlage von Eckpunkten zur Reform immer wieder verschoben. Deshalb liegen auch Konzepte für Verbesserungen für Demenzkranke auf Eis.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »