Ärzte Zeitung, 12.05.2012

Ambulante Pflege vernachlässigt den Arbeitsschutz

KÖLN (iss). Bei mehr als der Hälfte der ambulanten Pflegedienste in Nordrhein-Westfalen gibt es Mängel im Arbeitsschutz. Das hat eine Kontrollaktion der Landesarbeitsschutzbehörden bei 183 Betrieben zu Tage gebracht.

"Wer beim Arbeitsschutz spart, gefährdet die Gesundheit seiner Beschäftigten und riskiert zudem, dass Fachkräfte abwandern", sagte Landesarbeitsminister Guntram Schneider (SPD).

Die Kontrolleure stellten bei 57 Prozent der Pflegedienste Defizite bei den Arbeits-, Ruhe- und Pausenzeiten fest. "In 14 Prozent der Betriebe wurden vorgeschriebene Ruhepausen überhaupt nicht gewährt", sagte Schneider. Bei jedem dritten Pflegedienst gab es keine vorher festgelegten Ruhepausen.

In 60 Prozent der untersuchten Dienste stießen die Behörden auf Mängel am systematischen Arbeitsschutz. Dort waren beispielsweise die Verantwortlichkeiten unklar geregelt.

Es könne nicht sein, dass die Betriebe die Fachkräfte nicht fachlich unterweisen, wie sie bei ihrer Arbeit möglichst rückenschonend vorgehen können, kritisierte der Minister.

Topics
Schlagworte
Pflege (5425)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jeder dritte Brustkrebs im MRT übersehen

MRT-Bilder helfen, Brustkrebs früh aufzuspüren – doch in vielen Fällen gelingt das nicht. Eine niederländische Studie ergab: Jedes dritte Karzinom ist im MRT übersehen worden. mehr »

Neun Millionen Klinik-Infektionen jährlich

15:41Infektionen in Kliniken und Pflegeheimen sind in Europa ein großes Problem. Jährlich infizieren sich dort rund neun Millionen Bürger, berichtet die EU-Seuchenbehörde. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend. mehr »

Bangen und Hoffen bei Auslands-Briten

Das Ringen um einen Brexit-Vertrag geht auf die Zielgerade. Doch für EU-Bürger auf der Insel und Auslands-Briten ist es eine Zeit des Wartens. Das macht Großbritannien für qualifizierte Fachkräfte nicht attraktiver, meine unser Blogger Arndt Striegler. mehr »