Ärzte Zeitung, 04.09.2012

Pflegevergütung

AOK Nordost will Kostentransparenz

BERLIN (ami). Die AOK Nordost hat die Pflegedienste in Berlin und Brandenburg aufgefordert, zu einem sachlichen Dialog zurückzukehren. Sie reagiert damit auf die Proteste von Pflegediensten am Montag in Berlin.

Die Kasse fordert, dass die Pflegeverbände im anstehenden Schiedsverfahren Kostensteigerungen transparent darlegen.

Verkürzte Aussagen auf Protest-Plakaten würden genauso wenig zu einem vertragspartnerschaftlichen Dialog beitragen wie die Ablehnung der von der Aufsichtsbehörde benannten unabhängigen Schiedsperson, so die AOK Nordost.

Mit einem Demonstrationszug in Berlin-Mitte hatten sich Pflegende aus Berlin und Brandenburg am Montag gegen die Preispolitik der Kasse gewandt.

In Berlin wurden nach Angaben der Verbände seit 2007 die Vergütungen der AOK nicht mehr angehoben. In Brandenburg blockiert eine offene Klage des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) seit Jahren die Verhandlungen.

Laut AOK Nordost besteht dort aber seit Dezember 2011 eine einvernehmlich vereinbarte Vergütungsregelung mit der Liga der Wohlfahrtsverbände.

Topics
Schlagworte
Pflege (4802)
Krankenkassen (16819)
Organisationen
AOK (7158)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »