Ärzte Zeitung, 05.07.2013

Leitartikel zur Pflege

Steinbrück präsentiert sich als Ankündigungskandidat

Versprechen kann man viel: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück legt einen Zehn-Punkte-Plan zur Verbesserung der Pflegesituation vor. Darin lässt er bei dem komplexen Thema jedoch zentrale Fragen offen.

Von Sunna Gieseke

Steinbrück präsentiert sich als Ankündigungskandidat

SPD-Politiker Peer Steinbrück beim Besuch in dem Altenzentrum Haus Salem in Ratingen.

© Vennenbernd / dpa

Fachkräftemangel, hohe Arbeitsbelastung und Zeitdruck: Die Probleme in der Pflege sind seit Jahren bekannt - wirklich gelöst hat sie bislang niemand.

Geht es nach der SPD, kann ein Zehn-Punkte-Plan es richten: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seine Ideen zur Verbesserung der Pflegesituation auf sechs Seiten zusammengefasst. Zum Tragen kommen sie freilich nur, sollte er nach der Bundestagswahl am 22. September Regierungsverantwortung übernehmen.

Sein Parteikollege Karl Lauterbach, im Kompetenzteam von Steinbrück für das Thema Gesundheit zuständig, stellte seine Pläne nur eine Woche vor Steinbrück vor und lieferte somit die Grundlage. Aber die Pflege ist im Wahlkamp der SPD Chefsache.

Steinbrücks Pläne klingen einfach: Unter anderem soll eine Bürgerversicherung in der Pflege für mehr Gerechtigkeit sorgen. 125.000 zusätzliche Stellen will er für Pflegekräfte schaffen.

Zudem sollen die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte besser und deren Bezahlung gerechter werden. Um das alles zu finanzieren, soll der Beitrag der Pflegeversicherung ...

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[05.07.2013, 21:36:48]
Margarete Adelhardt 
Seinbrück präsentiert sich als Ankündigungskandidat
Weiß Herr Steinbrück auch schon, woher die 125000 qualifizierten Pflegekräfte herkommen? Vielleicht sollte man die jetzt arbeitenden
Pflegemitarbeiter besser bezahlen, dann würden viele im Beruf bleiben.

Margarete Adelhardt
Pflegedienstleitung a.D.  zum Beitrag »

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