Ärzte Zeitung, 06.11.2013

Pflege-Kongress

Neue Konzepte für die Onkologie

HAMBURG. Welche Krisen und Schicksalsschläge hat der Patient schon wie bewältigt? Wer sind seine Vertrauenspersonen, wie geht sein Umfeld mit der Erkrankung um?

"Das müssen Pflegefachkräfte wissen, um den Patienten bei einer Krebserkrankung gut begleiten zu können", betont Angela Boonen, die den Bereich Weiterbildung an der Universitären Bildungsakademie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) leitet.

Boonen verweist auf das Corbin-Strauss-Modell, das das prozesshafte Geschehen bei einer chronischen Krankheit - den oft unvorhergesehenen Wechsel zwischen stabilen und krisenhaften Phasen - abbildet. "Ein Konzept, das sich hervorragend auf die onkologische Pflege anwenden lässt", so Boonen.

Das Corbin-Strauss-Modell und andere neue Konzepte in der Onkologie werden auf dem 11. Gesundheitspflege-Kongress in Hamburg, 15. und 16. November 2013, vorgestellt. Mit solchen Ansätzen verändere sich auch der Fokus in der Pflege, betont Boonen.

"War sie bisher eher verrichtungsorientiert - Verband anlegen, waschen, Bett machen - geht es immer mehr um Kommunikation." Professionelle Gesprächsführung werde im Gesundheitswesen aber immer noch unterschätzt.

"Neue Konzepte in der Onkologie", Freitag, 15. November 2013, 14.00 bis 16.30 Uhr

Weitere Informationen: Andrea Tauchert, Tel. 030/82787-5510, andrea.tauchert@springer.com, www.heilberufe-kongresse.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »

Wie Ärzte Hausbesuche richtig delegieren

Das EBM-Kapitel 38 macht den NäPA-Hausbesuch auch für Fachärzte interessant. Was abgerechnet werden darf, hängt nämlich entscheidend von der Qualifikation der Praxismitarbeiterin ab. mehr »