Ärzte Zeitung, 24.02.2014

Uniklinik Köln

Pflegekräfte bereiten Patienten auf Entlassung vor

Speziell ausgebildete Pflegekräfte bereiten Patienten auf Entlassungen vor.

KÖLN. Die Kölner Universitätsklinik will ihre Patienten besser auf die Zeit nach der Entlassung vorbereiten. Das neu eröffnete Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) bietet Kranken und Angehörigen Informationen und Schulungen zu verschiedenen Themen.

Im Zentrum, das sowohl telefonische als auch persönliche Beratungen anbietet, arbeiten zurzeit zwei Pflegekräfte mit je einer halben Stelle. Außerdem organisieren auch Pflegekräfte auf den Stationen Patientenschulungen, berichtet PIZ-Leiterin Dr. Cindy Scharrer.

"Wir bauen nach und nach ein Netzwerk von Mitarbeitern auf", sagt sie. Alle Pflegekräfte der Uniklinik, die in das Projekt einbezogen werden, haben eine spezielle Berater-Ausbildung absolviert.

Mit der Gründung des PIZ trägt die Klinik der Tatsache Rechnung, dass die Patienten immer früher entlassen werden. Sind die Patienten zu Hause, tauchen viele Fragen auf, etwa zur Arzneitherapie, zur Wundversorgung oder zum Umgang mit dem Urinbeutel, weiß Scharrer. "Es geht um alltägliche Gestaltungsfragen, da sind die Patienten nicht richtig versorgt."

Zurzeit bietet das PIZ Schulungen zur Wundversorgung und zur familialen Pflege durch Angehörige an. "Wir wollen das Angebot bedarfsabhängig ausweiten", sagt die Pflegepädagogin. Der Bedarf an gezielten Informationen rund um Krankheit und Versorgung ist groß.

Schon viele Patienten und Angehörige haben sich an das Zentrum gewandt, das erst Anfang Februar eröffnet wurde. "Das Angebot wird sehr gut angenommen." Die Uniklinik tritt mit der neuen Anlaufstelle in Vorleistung, eine Refinanzierung durch die Krankenkassen gibt es bislang nicht.

Scharrer ist davon überzeugt, dass die Unterstützung der Patienten richtig und nützlich ist. "Aber wir können nicht beweisen, dass es wirkt." (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »