Ärzte Zeitung online, 10.06.2014

Pflege

Bayern regt Ausbildungsfonds an

Bayerns Gesundheitsministerin fordert einen bundesweiten Fonds, um Hürden für die Ausbildung in Pflegeberufen abzubauen.

MÜNCHEN. Angesichts des Personalmangels in den Pflegeberufen hat Bayern einen Ausbildungsfonds des Bundes vorgeschlagen. Das Motiv: Manche Träger bieten bislang aus Kostengründen keine Ausbildungsplätze an.

"Auf Bundesebene wollen wir eine generalistische Ausbildung und Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege in einer Ausbildung zusammenfassen", sagte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) der Nachrichtenagentur dpa. "Wir sollten überlegen, ob wir nicht auf Bundesebene einen Ausbildungsfonds einführen, der die Kosten der Ausbildung gerechter verteilt."

Ganz wichtig sei ihr auch, die Finanzierung anzuschauen. "Im Altenpflegebereich bezahlen bisher im Grunde nur die Bewohner ausbildender Einrichtungen die Ausbildungskosten", sagte die CSU-Politikerin.

Ein Fonds könnte nach Humls Einschätzung Abhilfe schaffen: "Es gibt Träger, die bisher nicht ausbilden, die hätten dann keine Ausrede mehr."

In Bayern sei es gelungen, die Zahl der Ausbildungsanfänger von 2009 bis 2012 um rund 25 Prozent zu steigern. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Stärkung der Organspende – Sogar Grüne loben Spahn

Klare Verantwortlichkeiten, bessere Refinanzierung: Der Bundestag bewertet das geplante neue Organspende-Gesetz positiv. Doch die Grundsatzdebatte kommt erst noch. mehr »

Deutsche ernähren sich schlecht

Tödliche Infarkte und Schlaganfälle durch schlechte Ernährung: Deutschland nimmt hier unter den Ländern mit westlichem Lebensstil einen traurigen Spitzenplatz ein. mehr »

Fallwert steigt um 2,6 Prozent

Die Entwicklung der Arzthonorare tendiert in der GKV-Regelversorgung weiter nach oben – jedenfalls laut den jüngst verfügbaren Zahlen. mehr »