Ärzte Zeitung online, 07.03.2017
 

Bremen

Drei Viertel der Pflegebedürftigen werden daheim versorgt

BREMEN. Drei Viertel der Pflegebedürftigen im Land Bremen werden zu Hause versorgt. Das hat das Statistische Landesamt als Ergebnis der zweijährigen Pflegestatistik von Ende 2015 mitgeteilt.

Demnach wurden 18.495 Menschen (74,6 Prozent) von rund 26.000 Pflegebedürftigen insgesamt zu Hause gepflegt und von diesen 11.365 (gut 60 Prozent) durch ihre Angehörigen. 7130 dieser Pflegebedürftigen nahmen ambulante Pflegedienste in Anspruch. 6292 Pflegebedürftige lebten in Heimen mit vollstationärer Dauer- oder Kurzzeitpflege.

Von den 24.787 Pflegebedürftigen (Pflegestufe I bis III) wiesen 40 Prozent eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz auf (9909), so das Landesamt. Bei den Pflegebedürftigen mit ambulanter Pflege war knapp ein Drittel (2229 oder 31,3 Prozent) und von den Pflegegeldempfängern 3228 oder 28,4 Prozent betroffen.

Bei den 6292 Pflegebedürftigen in den vollstationären Pflegeheimen lag der Anteil mit eingeschränkter Alltagskompetenz dagegen bei 70,8 Prozent. Außerdem gab es im Land Bremen weitere 1350 Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz ohne Pflegestufe, deren Hilfebedarf nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreichte (sogenannte Pflegestufe 0), hieß es.

Die Zahl der Pflegebedürftigen vor allem mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz werde weiter steigen, prognostizieren die Statistiker. Seit Jahresanfang gilt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff, der fünf Pflegegrade vorsieht.

Auf Basis der Pflegestatistik wären danach im Land Bremen von den über 26.000 Pflegebedürftigen (Pflegestufen I bis III sowie 0) 11.831 dem Pflegegrad 2 zugeordnet, 7 980 dem Pflegegrad 3, 4393 dem Pflegegrad 4 und 1860 dem Pflegegrad 5. (cben)

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