Ärzte Zeitung online, 11.04.2017

Lohnniveau in der Pflege

Koalition hat Unterschiede im Auge

BERLIN. Die regionalen Unterschiede in der Entlohnung von Altenpflegern sind nach wie vor hoch. Darauf hat der Pflegebeauftragte Karl Josef Laumann (CDU) verwiesen. In Heimen in Sachsen würden bis zu 1000 Euro im Monat weniger bezahlt als in Baden-Württemberg.

"Wir sind in einem Teil der Altenpflege historisch zu niedrigen Löhnen gekommen und müssen da wieder raus", sagte Laumann bei einem von Vincentz Network ausgerichteten Pressegespräch im Vorfeld der Altenpflegemesse vom 25. bis 27. April in Nürnberg.

Der Gesetzgeber hat reagiert. Seit Januar müssen die Pflegekassen Tariflöhne refinanzieren. Das Manko: Bislang haben noch keine Tarifgespräche stattgefunden. De facto gibt es als Flächentarif nur den Tarifvertrag Öffentlicher Dienst. "Höhere Löhne bedeuten höhere Kosten", sagte Pflegearbeitgeber-Präsident Rainer Brüderle (FDP). Zudem müssten private Anbieter auch Gewinne erzielen dürfen. (af)

Topics
Schlagworte
Pflege (5470)
Personen
Rainer Brüderle (96)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Was Patienten ihrem Arzt verschweigen

Als Arzt muss man damit rechnen, dass Patienten nicht alle gesundheitsrelevanten Infos offenlegen. Wann und warum sie diese verheimlichen, haben Psychologen analysiert. mehr »

Möglicher Prognosemarker entdeckt

Forscher haben einen Biomarker entdeckt, der bei Prostatakrebs-Patienten früh auf einen aggressiven Verlauf hinweisen könnte – und ein Computermodell entwickelt, das bei der Vorhersage hilft, wie sich der Tumor entwickelt. mehr »

Gewichtheben enttarnt Koronaranomalie

Krafttraining zur KHK-Prävention: Das funktionierte bei einem jungen Gewichtheber – allerdings auf unvorhergesehene Weise. mehr »