Ärzte Zeitung online, 05.02.2018

Urteil

Bis zu sieben Jahre Haft für Pflegebetrug

DÜSSELDORF. In einem millionenschweren Fall systematischen Pflege-Abrechnungsbetrugs hat das Düsseldorfer Landgericht bis zu sieben Jahre Haft verhängt. "Alle haben sich so gut es ging die Taschen vollgestopft", so der Vorsitzende Richter Guido Noltze am Montag. Die meisten der neun Angeklagten stammen aus Russland oder der Ukraine. Statt täglich Kompressionsstrümpfe zu wechseln, seien den "Patienten" Putzdienste, Friseurbesuche oder Maniküre bezahlt worden. Ärzte hätten mitgespielt und Bestechungsgelder kassiert. Fünf der neun Angeklagten hatten Geständnisse abgelegt. In zwei Fällen setzte das Gericht die Strafe zur Bewährung aus. Der Schaden wurde von den Ermittlern mit mindestens 8,5 Millionen Euro beziffert. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Freizeitsportler gefährden ihre Herzgesundheit mit Doping

Fast jeder sechste Freizeitsportler nimmt inzwischen herzschädigende Arzneimittel zur Verbesserung von Fitness und Körperoptik. Vor allem der Anteil weiblicher User steigt. mehr »

Kassen und Ärzte trennen beim Honorar "Äonen"

Heute beginnen die Verhandlungen von Vertragsärzten und Krankenkassen über das Honorar 2019. Eine schnelle Einigung scheint nicht in Sicht. mehr »

Welche Bakterien mit uns U-Bahn fahren

In der Hongkonger U-Bahn sind morgens andere Keime zu finden als im abendlichen Berufsverkehr. Gefährlicher sind Metro-Linien mit höherem Verkehrsaufkommen aber wohl nicht, wie eine Studie ergeben hat. mehr »