Ärzte Zeitung online, 05.02.2018

Urteil

Bis zu sieben Jahre Haft für Pflegebetrug

DÜSSELDORF. In einem millionenschweren Fall systematischen Pflege-Abrechnungsbetrugs hat das Düsseldorfer Landgericht bis zu sieben Jahre Haft verhängt. "Alle haben sich so gut es ging die Taschen vollgestopft", so der Vorsitzende Richter Guido Noltze am Montag. Die meisten der neun Angeklagten stammen aus Russland oder der Ukraine. Statt täglich Kompressionsstrümpfe zu wechseln, seien den "Patienten" Putzdienste, Friseurbesuche oder Maniküre bezahlt worden. Ärzte hätten mitgespielt und Bestechungsgelder kassiert. Fünf der neun Angeklagten hatten Geständnisse abgelegt. In zwei Fällen setzte das Gericht die Strafe zur Bewährung aus. Der Schaden wurde von den Ermittlern mit mindestens 8,5 Millionen Euro beziffert. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »