Ärzte Zeitung online, 24.04.2018

Pflegeabschluss

Bremer Senat fördert Schulungen für Flüchtlinge

BREMEN. Bis zu 30 Geflüchtete und Alleinerziehende sollen in Bremen gemeinsam für die Altenpflege mit staatlichem Abschluss qualifiziert werden. Das hat der Bremer Senat beschlossen.

Die entsprechenden anderthalbjährigen Schulungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2018 beginnen.

Die Schulungen kosten 425 bis 450 Euro monatlich. In den Jahren 2018 und 2019 will der Senat für diese Maßnahmen rund 690 00 Euro aufwenden.

"Die Ausbildung soll für die staatlich anerkannte Altenpflegehilfe qualifizieren. Damit ist sie auch eine Etappe für die Weiterbildung von der Pflegehilfskraft zur Pflegefachkraft", sagt die Bremer Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport, Anja Stahmann (Grüne).

So könnten die Einsteigerinnen im Laufe der Zeit ihre Qualifikation weiter ausbauen. Für Geflüchtete entfalte die Ausbildung zudem eine aufenthaltssichernde Wirkung, vergleichbar mit der Rechtslage für Geflüchtete, die als unbegleitete Minderjährige in Schule und Ausbildung sind.

Wichtig sei allerdings eine gelingende Auswahl der Teilnehmer, meint Arbeitssenator Martin Günther (SPD). "Die Pflege ist nicht irgendein Arbeitsbereich.

Sie setzt besondere Fähigkeiten voraus, wie Einfühlungsvermögen und gleichzeitig Abgrenzung. Diesem Anspruch kann nicht Jeder oder Jede gerecht werden., das wird leicht unterschätzt" (cben)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Chronische Hepatitis B auf dem Vormarsch

Mehr als jeder zweite Hepatitis-B-Fall in Europa 2017 war eine chronische Infektion, berichtet die ECDC. Bei den akuten Fällen stechen drei Länder heraus. mehr »

26 priorisierte Empfehlungen für Hausärzte

Für Hausärzte gibt es seit dieser Woche eine neue Leitlinie: Sie soll vor „Über- und Unterversorgung“ schützen. Die Empfehlungen sind jedoch nicht neu. mehr »

Was bei erhöhtem TSH-Wert zu tun ist

Nicht jeder isoliert erhöhte TSH-Wert alleine sollte Anlass für eine L-Thyroxin-Behandlung bei Kindern sein. Zu oft könnte dies zur Übertherapie führen, obwohl nur eine passagere Störung vorliegt. mehr »