Ärzte Zeitung, 05.03.2013

Thüringen

FDP hält Kindervorsorgen für bürokratisch

WEIMAR. Die FDP in Thüringen will die Früherkennungen für Kinder neu regeln. Das Gesetz zur Förderung der Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen für Kinder habe sich als Bürokratiemonster erwiesen, sagte der Landtagsabgeordnete Marian Koppe.

Es gebe viele Beschwerden von Ärzten und Eltern an der Umsetzung des Gesetzes. So sei das Meldeverfahren zwischen Vorsorgezentrum, Jugendamt, Eltern und Arzt zu aufwändig, um eine fristgerechte Früherkennungsuntersuchung zu gewährleisten.

Häufig verschicke das Vorsorgezentrum die Mahnungen zu spät und die Jugendämter informierten selten korrekt über die Nachholfristen (Toleranzgrenzen).

"Dies führt dazu, dass die Ärzte ihre erbrachten Leistungen nicht vergütet bekommen. Abgesehen davon, dass ihnen auch der bürokratische Aufwand des Meldesystems nicht erstattet wird - anders als in anderen Bundesländern", kritisierte Koppe. (rbü)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »