Ärzte Zeitung, 09.04.2013
 

U-Vorsorgen

Pädiater loben geplantes Präventionsgesetz

AACHEN/BERLIN. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) hat den heftig kritisierten Entwurf für ein Gesetz zur Förderung der Prävention aus dem Bundesgesundheitsministerium wohlwollend aufgenommen.

Für Kinder und Jugendliche sehe der Gesetzentwurf der Bundesregierung deutliche Verbesserungen bei der Prävention vor: Geplant ist eine zum Beispiel von den Pädiatern seit langem geforderte Ausweitung des Kinderuntersuchungsprogramms (U-Vorsorgen) auf die Gruppe der Sechs- bis Zehnjährigen.

Wichtiger ist aus Sicht der DGKJ die darin vorgesehene qualitative Verbesserung der bestehenden Früherkennungsuntersuchungen. Diese sieht zum Teil den Ausbau der Früherkennungsuntersuchungen hin zu echten primären Präventionsleistungen vor.

Damit biete sich nun den Pädiatern die Chance, mehr Störungen in der gesundheitlichen und psychosozialen Entwicklung von Kindern rechtzeitiger zu erkennen.

Die DGKJ würde es nach Ansicht ihres Präsidenten, Professor Norbert Wagner aus Aachen, begrüßen, wenn der Gesetzentwurf noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet würde. (ras)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So schützen sich Krebskranke vor Stigmatisierung

Wer an Krebs erkrankt, muss sich auch mit der damit verbundenen Stigmatisierung auseinandersetzen. Forscher raten zu gezielten Gegenstrategien. mehr »

Kassen rücken beim Arztinfo-System von der Steuerung via Ampel ab

Nutzenbewertungen neuer Arzneimittel durch den GBA finden bei Ärzten bisher oft nur wenig Beachtung. Ein Arztinfo-System soll das ändern. Der GKV-Spitzenverband hat dafür jetzt einen Prototypen präsentiert. mehr »

Sport tut den Gelenken gut - auch bei Multimorbidität

Selbst Arthrosepatienten mit schweren Begleiterkrankungen profitieren von regelmäßigem körperlichem Training. Es gibt allerdings eine Voraussetzung. mehr »