Ärzte Zeitung, 04.09.2013

Brandenburg

Nur wenige gehen zum Mamma-Screening

POTSDAM. Eine halbe Million Frauen haben inzwischen am Mammascreening in Brandenburg teilgenommen. 856.291 Einladungen hat die Zentrale Stelle des Landes seit Programmstart im Jahr 2008 verschickt. Die Teilnahmequote liegt damit bei 58,3 Prozent.

Das ist knapp über dem Bundesdurchschnitt von 56 Prozent, jedoch deutlich unter dem Zielwert von 70 Prozent, der nach europäischen Empfehlungen erreicht werden muss, damit das Screening eine relevante Versorgungsverbesserung leisten kann.

Die Brandenburger Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) zeigte sich erfreut über die überdurchschnittliche Teilnahme, räumte aber weiteren Nachholbedarf ein.

Sie appellierte an die derzeit rund 389.000 anspruchsberechtigten Brandenburgerinnen zwischen 50 und 69 Jahren, am Mammografie-Screening teilzunehmen. Acht feste Screening-Standorte und sechs mobile Untersuchungseinheiten in Bussen, sogenannte Mammobile stehen dafür zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr ließen sich in Brandenburg 112.384 Frauen im Rahmen des Screenings untersuchen. Bei 5617 Teilnehmerinnen musste der Befund noch einmal abgeklärt werden. Bei 609 Frauen wurde schließlich Brustkrebs diagnostiziert. Für 2011 meldet Brandenburg insgesamt 1846 Brustkrebs-Neuerkrankungen. (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Drastisch veränderte Mundflora bei Krebs

Beim Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle ist die Zusammensetzung des oralen Keimwelt im Vergleich zu Gesunden drastisch verschoben. mehr »

Engagement, das Früchte trägt

Jungen Menschen fehlt es an Gespür für ehrenamtliches Engagement? Ein Vorurteil, wie sich bei der Springer Medizin Gala gezeigt hat. Deutlich wurde auch, dass Engagement für Hilfsbedürftige auch den Sinn für das Politische schärft. mehr »

So wird Insulin für Diabetiker produziert

Hinter den Toren des Industrieparks Höchst bieten sich faszinierende Einblicke in die Welt der Hochleistungs-Biotechnologie: Milliarden von E.coli-Bakterien produzieren hier das für Diabetiker überlebenswichtige Insulin. mehr »