Ärzte Zeitung, 28.05.2014

Stadt und Land

Zwei Welten bei Alkohol & Co.

HAMBURG. Jugendliche in Städten zeigen ein anderes Suchtmittelverhalten als ihre Altersgenossen auf dem Land. So spielt Alkohol bei den Hamburger Jugendlichen eine geringere Rolle als auf dem Land, wo weniger geraucht und Cannabis konsumiert wird.

Dies geht aus den Ergebnissen der Schüler- und Lehrerbefragungen zum Umgang mit Suchtmitteln (SCHULBUS) hervor, die als Regionalstudie über die Grenzen Hamburgs hinaus angelegt wurde. Für die Studie wurden Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren befragt. Kernergebnisse:

35 Prozent der Jugendlichen im ländlichen Raum betreibt regelmäßig "Binge Drinking", trinkt also fünf oder mehr Gläser Alkohol bei einer Gelegenheit. In Hamburg liegt dieser Anteil unter den Gleichaltrigen bei 25 Prozent.

In Hamburg geben 30 Prozent der Jugendlichen an, aktuell zu rauchen, auf dem Land schwankt dieser Wert zwischen 21 und 27 Prozent.

Auch beim Umgang mit Cannabisprodukten gibt es ein Stadt-Land-Gefälle: Mit zunehmendem Urbanisierungsgrad steigt der Anteil aktueller Konsumenten spürbar. Der Anteil der Jugendlichen, die in Hamburg Cannabis zu sich nehmen, ist von rund elf Prozent im Jahr 2009 auf etwa 17 Prozent im Jahr 2012 gestiegen. Im ländlichen Raum sind es hingegen zwischen vier und acht Prozent.

Vier Prozent der Jugendlichen insgesamt gelten als suchtgefährdete PC-Spiele-Nutzer und fast sieben Prozent geben an, mehrmals im Monat an Glücksspielen um Geld teilzunehmen, obwohl sie auf diese laut Jugendschutzgesetz keinen Zugriff haben dürfen. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

Weg frei für GroKo-Gespräche und Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »