Ärzte Zeitung, 13.06.2014

Bundesrat

Grünes Licht für Nationalen Diabetesplan

Der Bundesrat forciert den Kampf gegen Diabetes: Jetzt hat das Plenum eine Initiative für eine nationale Strategie gegen die Volkskrankheit gestartet.

BERLIN. Auf Antrag der Landesregierungen von Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Thüringen hat der Bundesrat am Freitag eine Entschließung zur Umsetzung eines Nationalen Diabetesplans gefasst und die weiteren Beratungen zunächst in die Ausschüsse überwiesen.

Danach soll der Bundesrat die Bundesregierung auffordern, noch in diesem Jahr den Entwurf für ein Bundespräventionsgesetz vorzulegen.

Damit verbunden sein soll ein Nationaler Diabetesplan, der ein Konzept enthält, das sowohl Präventionsstrategien, Früherkennungsmaßnahmen und Vorschläge für neue Versorgungsmodelle enthält.

Ferner müsse die Selbsthilfe gestärkt werden. Auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen bei der Umsetzung des Nationalen Krebsplans sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

- die Stärkung der Primärprävention von Diabetes,

- die Intensivierung der Früherkennung von Typ-2-Diabetes,

- die Verbesserung der Epidemiologie,

- die qualitative Verbesserung der Versorgungsstrukturen und der sozialmedizinischen Nachsorge

- der Ausbau der Patientenschulung, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche in den Settings Kindertagesstätte und Schule.

Zur Begründung hieß es, Diabetes mellitus sei mit etwa acht Millionen Betroffener schon heute eine der häufigsten nicht übertragbaren Volkskrankheiten.

Die Zahl der Neuerkrankungen steige stetig. Immer öfter seien auch Kinder und Jugendliche betroffen. Fraglich ist, ob das Präventionsgesetz noch 2014 verabschiedet werden kann. (HL)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Ein wichtiger Diabetesplan

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