Ärzte Zeitung, 05.11.2015

Mamma-Karzinom

Jede dritte Krebsdiagnose bei Frauen in Berlin

BERLIN. Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebserkrankung in Berlin. Knapp 3000 Fälle wurden 2012 im Gemeinsamen Krebsregister dokumentiert.

Damit betrifft in der Hauptstadt fast jede dritte Krebsdiagnose bei Frauen die Brust. Das geht aus Daten des Gemeinsamen Krebsregisters hervor, das die Länder Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen betreiben.

Laut Statistik starben 700 Frauen im Jahr 2012 an Brustkrebs. In Berlin liegt sowohl die Neuerkrankungs- als auch die Sterblichkeitsrate von Brustkrebs über dem Bundesdurchschnitt.

Die höchste Neuerkrankungsrate ist den Angaben zufolge bei Frauen im Alter von 65 bis 69 Jahren zu beobachten. In dieser Altersgruppe wird jährlich bei 390 von 100.000 Berlinerinnen Brustkrebs diagnostiziert. Knapp ein Fünftel aller Erkrankten ist bei Diagnose jünger als 50 Jahre alt.

Seit 2007 werden in Berlin alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zum Mammografie-Screening eingeladen. In dieser Altersgruppe hat sich den Zahlen zufolge der Anteil kleiner Tumoren, die bei Diagnose kleiner als ein Zentimeter waren, von 12,1 Prozent im Jahr 2005 auf 22,3 Prozent im Jahr 2012 gesteigert.

Der Anteil der Patientinnen, die erst diagnostiziert wurden, wenn der Tumor größer als zwei Zentimeter oder die Brustwand oder Haut mitbetroffen waren, hat sich dagegen im gleichen Zeitraum von 52,4 Prozent auf 41,1 Prozent reduziert. (juk)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Sind Light-Getränke nützlich oder schädlich fürs Herz?

Light-Getränke sind in Verruf gekommen, dick zu machen und Diabetes zu fördern. US-Experten nehmen Stellung zur Herzgesundheit von zuckerfreien Drinks - und differenzieren. mehr »

EU-Bürger im Brexit-England nur noch "Second Class"

Jetzt geht der Brexit offenbar in seine fiese Phase: Wer als EU-Bürger auf der Insel bleiben will, soll es nicht leicht haben, meint das britische Innenministerium. Was heißt das? mehr »

Weniger Salz? Studie nährt Zweifel an WHO-Empfehlungen

Die WHO rät derzeit, nicht mehr als 5 g Kochsalz mit der täglichen Kost aufzunehmen. Diese Empfehlung scheint nach den Daten einer großen Studie übertrieben zu sein. mehr »