Ärzte Zeitung, 08.03.2016

Rheinland-Pfalz

Modellprojekt zu digitalem Medikamentenplan bis September verlängert

MAINZ. Das Modellprojekt zur vernetzten Arzneimitteltherapiesicherheit mit Unterstützung eines elektronischen Medikationsplans in Rheinland-Pfalz wird um sechs Monate bis September 2016 verlängert. Das teilte das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie am Montag mit. Damit solle die Versorgung der derzeit rund 400 Patienten bis zur Einrichtung eines bundesweiten Systems überbrückt werden, hieß es.

Das Modellprojekt wurde im März 2015 von Gesundheitsministerium, Universitätsmedizin Mainz, Techniker Krankenkasse Rheinland-Pfalz und Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz gemeinsam aufgezogen. Das Ministerium unterstütze die Verlängerung des Projektes nun mit knapp 70.000 Euro, erklärte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD). Die Patienten profitierten von der engen Begleitung, während zugleich den Projektpartnern wertvolle Daten und Erkenntnisse in der Erprobung des elektronischen Medikationsplanes zur Verfügung gestellt würden.

Die Ergebnisse des aktuell vorgelegten Zwischenberichtes seien erfolgversprechend. Die große Mehrheit der teilnehmenden Patienten berichte über eine bessere Aufklärung zur Vermeidung von Fehlanwendungen bei Arzneimitteln. Die am Projekt beteiligten Ärzte und Apotheker betonen die bessere Kooperation zwischen ambulanter und stationärer Behandlung.

Im Modellprojekt erhalten Patienten einen Medikationsplan bei Entlassung aus der Klinik von einer der fünf teilnehmenden Krankenhausapotheken in Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Koblenz, Mainz und Trier. Anschließend werden die Patienten sechs Monate weiter betreut und der Plan stetig aktuell gehalten. (aze)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »

Nach einem Hörsturz ist das Schlaganfallrisiko erhöht

Nach einem Hörsturz haben Patienten ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. In einer südkoreanischen Studie war dies kontinuierlich über einen elfjährigen Nachbeobachtungszeitraum festzustellen. mehr »